Die Qualität in evangelischen Kindertagesstätten hängt maßgeblich von der Professionalität des Personals ab. Ein effektives Personalmanagement ist entscheidend, um qualifizierte und motivierte Fachkräfte zu gewinnen und nachhaltig zu binden. Dabei spielen staatliche, kirchenrechtliche und einrichtungsspezifische Vorgaben eine wichtige Rolle.
Leitsätze
- Christliches Miteinander: Die Qualität der Arbeit in evangelischen Kindertagesstätten wird durch ein christliches Miteinander und wechselseitige Anerkennung der Mitarbeitenden bestimmt.
- Funktionierendes Personalmanagement: Unterstützt die Gewinnung und Bindung qualifizierter Fachkräfte und sichert die nachhaltige Entwicklung der Einrichtung.
- Rahmenbedingungen: Der Träger sorgt für notwendige Rahmenbedingungen und unterstützt kontinuierlich die Fragen des Personalmanagements als Teil der Qualitätsentwicklung.
- Qualifikationen: Das Anforderungsprofil für das beschäftigte Fachpersonal wird durch staatliche, kirchenrechtliche und einrichtungsspezifische Vorgaben bestimmt.
Ziele und Qualitätskriterien
- Sicherstellung der Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsaufträge:
- Die schriftliche Konzeption der Einrichtung wird als Grundlage der Personalpolitik genutzt.
- Aufgaben und Zeitabläufe sind abgestimmt und im Qualitätshandbuch beschrieben.
- Maßnahmen zur Personalwerbung und Ausschreibungen sind festgelegt.
- Kinderschutzordnung:
- Es liegen erweiterte Führungszeugnisse für das beschäftigte Personal vor.
- Diese werden fristgerecht gemäß den gesetzlichen Vorgaben aktualisiert.
- Einarbeitung neuer Mitarbeitender:
- Die Einrichtung verfügt über ein schriftlich dokumentiertes Einarbeitungskonzept.
- Regelmäßige Reflexionsgespräche und ein Abschlussgespräch nach sechs Monaten sichern die Integration neuer Mitarbeitenden.
- Ausbildungsstellen für zukünftiges Fachpersonal:
- Geeignete Bewerberinnen und Bewerber werden ausgebildet.
- Es liegt ein schriftliches Ausbildungskonzept vor.
- Anleitende Fachkräfte sind entsprechend qualifiziert und die Anleitung ist im Dienstplan eingeplant.
- Gesundheitsförderung und Arbeitssicherheit:
- Rahmenbedingungen, die den wertschätzenden Umgang, die Gesundheit und die professionelle Zusammenarbeit im Team fördern, sind geschaffen.
- Maßnahmen zur Teamentwicklung und Qualitätssicherung wie kollegiale Beratung, Fachberatung, Konzeptionstage und Supervision stehen zur Verfügung.
- Interne Kommunikation und Informationsfluss:
- Regelmäßige Teambesprechungen mit allen pädagogischen Fachkräften finden statt.
- Die Gesprächsleitung und die schriftliche Dokumentation der Besprechungen sind geregelt.
- Zusammenarbeit zwischen Träger und Leitung:
- Kontinuierliche Abstimmung zwischen Träger und Leitung.
- Regelmäßige Mitarbeitendengespräche basierend auf den Standards der EKHN.
- Anerkennung und Wertschätzung:
- Regelmäßige Gespräche zwischen Mitarbeitenden und Träger.
- Durchführung betrieblicher Veranstaltungen zur Anerkennung.
- Sollstellenplan und Personalschlüssel:
- Der Sollstellenplan beschreibt die Qualifikation und den Anstellungsumfang der Mitarbeitenden.
- Ein Notfallplan für Vertretungsbedarf ist vorhanden.
- Qualität der pädagogischen Arbeit:
- Ein schriftliches Fort- und Weiterbildungskonzept liegt vor.
- Regelmäßige Teilnahme der Mitarbeitenden an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen ist gesichert.
Qualifikationen und Anforderungen
- Unterstützungskräfte (E 3): Mithilfe bei Aufsicht und Essensausgabe, pädagogische Unterstützung nur nach Anweisung.
- Pädagogische Fachkräfte (E 4 - E 10): Verschiedene Qualifikationsstufen und Verantwortungsbereiche, von der Mitarbeit in Kindergruppen bis zur Leitung einer Kindertagesstätte.
- Weiterqualifikationen: Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen im Umfang von mindestens 160 Stunden sind erforderlich.